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Universitätsklinik für Anästhesiologie, perioperative Medizin und allgemeine Intensivmedizin |
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Eine Narkose ist eine Art Tiefschlaf, der durch ein Beruhigungsmittel vor der Narkose (die sogenannte Prämedikation) sowie eine Kombination starker Schlaf- und Schmerzmedikamente (Narkotika) verursacht wird. Das Bewußtsein und das Schmerzempfinden sind dadurch im gesamten Körper ausgeschaltet. Für Operationen kann es notwendig sein, zusätzlich muskelentspannende Medikamente einzusetzen. Die Narkosedauer kann dabei durch eine wiederholte oder kontinuierliche Gabe von Narkotika gesteuert werden.
Zu Ihrer Sicherheit werden unter anderem der Herzschlag, der Blutdruck, die Atemfunktion und der Sauerstoffgehalt während der gesamten Narkose durch den Narkosearzt und das Pflegepersonal überwacht und gesteuert (Monitoring).
Die Narkose kann für bestimmte Operationen gut mit einer Regionalanästhesie kombiniert werden, um die Vorteile beider Methoden, insbesondere zur Schmerztherapie, nutzen zu können.
Sie können wesentlich zum sicheren Verlauf der Narkose beitragen, indem Sie 6 Stunden vor der Anästhesie nüchtern bleiben. Das heißt Sie dürfen nichts mehr essen und auch nicht rauchen. Bis zu 2 Stunden vor der Narkose können Sie kleine Mengen einer klaren Flüssigkeit, wie zum Beispiel klares Wasser, trinken. Weitere Informationen zum Ablauf erhalten Sie während des Aufklärungsgespräches mit einem unserer Narkoseärzte. Bei diesem Gespräch ist auch zu klären, welche der Medikamente die Sie regelmäßig nehmen, auch vor der Narkose eingeommen werden dürfen.
Bei Patienten in Narkose ist es oft notwendig einen Schlauch im die Luftröhre einzuführen, um eine dauerhaft ausreichende Versorgung mit Sauerstoff sicher zu stellen. Diese Maßnahme wird durchgeführt, wenn Sie bereits schlafen.
Für manche Operationen reicht an Stelle einer Narkose auch eine örtliche (regionale) Betäubung (Anästhesie) zur Ausschaltung der Schmerzempfindung aus. Dazu wird ein Medikament, das Lokalanästhetikum, in die Nähe der Nerven, die für die Schmerzempfindung im OP-Gebiet zuständig sind, gespritzt.
Durch das Lokalanästhetikum kommt es neben der Schmerzausschaltung oft auch zu einer vorübergehenden Bewegungsunfähigkeit des betroffenen Körperteils. Das Lokalanästhetikum sorgt nach etwa 15 bis 30 Minuten für eine Betäubung, die in der Regel einige Stunden anhält.
Man unterscheidet rückenmarknahe Anästhesieverfahren (Betäubung von Nerven in der Nähe des Rückenmarks) von peripheren Nervenblockaden (Betäubung von Nerven am Arm oder Bein).
Bei der Spinalanästhesie wird das Lokalanästhetikum im Bereich der Lendenwirbelsäule mit einer dünnen Kanüle in den Liquorraum gespritzt. Im Liquorraum befinden sich unter anderem die Nerven, die dort durch das eingespritzte Lokalanästhetikum in wenigen Minuten betäubt werden.
Bei der Periduralanästhesie wird ein dünner flexibler Schlauch in den sogenannten Periduralraum eingeführt. Der Periduralraum ist ein Bereich innerhalb der Wirbelsäule durch den Nervenfasern aus dem Rückenmark verlaufen und an dieser Stelle betäubt werden können. Da der Schlauch bis zu einigen Tagen belassen werden kann, ist eine postoperative Schmerztherapie durch dieses Verfahren gut möglich.
Der Plexus brachialis ist ein Nervengeflecht, das in der Achselhöhle verläuft und einen großen Teil des Armes versorgt. Um die Schmerzleitung durch dieses Nervengeflecht zu blockieren wird unter sterilen Bedingungen und Betäubung der Haut ein Lokalanästhetikum mit einer speziellen Kanüle in die unmittelbare Nähe des Nervengeflechtes gespritzt. Diese Kanüle wird an einen Nervenstimulator angeschlossen, der elektrische Impulse abgibt, auf die die Nerven mit Muskelzuckungen reagieren. Somit ist eine Kontrolle der richtigen Lage der Kanüle möglich.
Die interskalenäre Plexusblockade ist eine Methode zur Blockade des Plexus brachialis im Bereich des Halses. Auf diese Weise kann vielfach eine gute Schmerztherapie bei Operationen an der Schulter erreicht werden.
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Copyright bts-consult | letzte Änderung: 11.02.2009